Nach sechs Niederlagen zum Saisonauftakt fordern die organisierten Fans von Borussia Mönchengladbach erneut den Rücktritt von Präsident Rainer Bonhof. Der FPMG, der größte Fanclub des Vereins, hat seine Forderung am Montag bekräftigt und sieht den Klub in einer existenziellen Krise. Gladbach steht nach sechs Spielen mit null Punkten, null Siegen und sechs Niederlagen auf dem 18. und letzten Tabellenplatz.

Der FPMG, der über 6500 Mitglieder vertritt, erklärte in einer Stellungnahme, man werde nicht tatenlos zusehen. „Wir versichern jedem, der es mit unserer Borussia hält, dass wir nicht tatenlos zusehen werden, wie unser Verein vor die Wand gefahren wird“, hieß es. Die sportliche Notlage ist offensichtlich: Der Verein steht nach der 1:2-Heimpleite gegen Hoffenheim am vergangenen Samstag mit null Punkten aus sechs Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Dabei kassierte die Mannschaft in den letzten drei Spielen allein 14 Gegentore, was die jüngste Form verdeutlicht. Die Tordifferenz von 8:20 unterstreicht die Krise, wobei die Mannschaft im Schnitt alle 27 Spielminuten ein Gegentor hinnehmen muss. Die jüngste Form der letzten fünf Spiele zeigt nur einen Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen, wobei die letzten beiden Begegnungen verloren gingen.

Bonhofs Präsidentschaft in der Kritik

Rainer Bonhof, 74, war im März 2024 zum Präsidenten gewählt worden und hat einen Vertrag bis zum Frühjahr 2027. Der ehemalige Gladbach-Spieler mit 330 Einsätzen für den Klub steht seit der Hauptversammlung im April unter Druck, als der FPMG erstmals einen sofortigen personellen Wechsel an der Vereinsspitze forderte. Der Fanclub betonte, es gehe nicht um eine „Palastrevolution“ oder übermäßige Fanmitbestimmung, sondern um die Rettung des Vereins vor einem dritten Abstieg in seiner Geschichte.

„Mit Blick darauf, dass uns in diese Saison wohl noch ernster als zuletzt die große Katastrophe zu drohen scheint und die Mannschaft bislang keine Anstalten macht, von sich aus den Funken zu entzünden, liegt es mal wieder an uns", so der FPMG weiter. Die Krise hatte sich nach der 1:2-Derbyniederlage in Köln zugespitzt, woraufhin Trainer Eugen Polanski entlassen und durch Alexander Blessin ersetzt wurde. Die Niederlage gegen den 1. FC Köln am 11. Oktober war Teil der negativen Serie, die auch eine 1:2-Heimpleite gegen Hoffenheim am 18.

Nächste Herausforderung in Stuttgart

Die Mannschaft muss nun versuchen, die Stimmung zu wenden, wenn sie am Mittwoch beim 13. der Tabelle, dem VfB Stuttgart, antritt. Das letzte Aufeinandertreffen endete im Januar mit einer 0:3-Niederlage für Gladbach. Der FPMG rief die Anhänger dazu auf, ihre Umgebung „wachzurütteln" und die Mannschaft in den kommenden Spielen zu unterstützen. Die komplette Tabelle zeigt, dass Gladbach bereits 14 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Bayern München hat. Das nächste Spiel in Stuttgart ist für Samstag 24. Oktober angesetzt. Das Team hofft, in diesem Auswärtsspiel endlich die erste Punktzahl der Saison zu erreichen und die jüngste Form von einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen zu verbessern.

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