Borussia Mönchengladbach hat mit der 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim einen historisch schlechten Saisonstart perfekt gemacht. Sechs Niederlagen in den ersten sechs Bundesligaspielen bedeuten den letzten Tabellenplatz mit null Punkten und einen negativen Rekord, den zuletzt nur drei andere Vereine in 64 Jahren erlebten.

Sportdirektor Rouven Schröder sprach von maximaler Enttäuschung. „In Stuttgart geht das Kopfkino los“, sagte er mit Blick auf das nächste Spiel am Freitag. Sollte Gladbach auch dort verlieren, wäre der Verein der erste in der Bundesliga-Geschichte, der seine ersten sieben Saisonspiele alle verliert. Bisher teilen sich Fortuna Düsseldorf (1991), Mainz 05 (2020) und der VfL Bochum (2022) den Rekord von sechs Pleiten zum Auftakt.

Blessin analysiert die Defensivprobleme

Neuer Trainer Alexander Blessin, der vor zwei Spielen die Nachfolge des entlassenen Eugen Polanski antrat, sieht gravierende Mängel. „Wo soll ich anfangen?“, fragte der 53-jährige Schwabe. Er nannte Inaktivität bei Gegentoren, Zurückweichen und mangelndes Mutspiel nach vorne als Kernprobleme. „Zweikämpfe gewinnen, Sicherungspositionen einnehmen, nachverteidigen, jeder muss verstehen, was seine Aufgabe ist“, forderte Blessin. Unter seiner Leitung gab es bisher zwei 1:2-Niederlagen, in Köln und nun daheim gegen Hoffenheim.

Beim Spiel am Sonntag ging Gladbach in der 11. Minute durch ein Tor von Bambasé Conté in Rückstand. Wael Mohya glich in der 49. Minute aus, ehe Alexander Prass fünf Minuten später den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Die Mannschaft hat in dieser Saison bereits 20 Gegentore kassiert bei nur acht eigenen Treffern. Das bedeutet ein Torverhältnis von minus zwölf.

Verletzungsmisere und Kapitänsworte

Kapitän Kevin Diks brachte die Lage auf den Punkt. „Das ist einfach nicht genug“, sagte der Verteidiger. Acht Spieler fehlten gegen Hoffenheim verletzungs- oder krankheitsbedingt, darunter Stammkräfte wie Ko Itakura, Franck Honorat und Tim Kleindienst. „Mit acht, neun angeschlagenen Spielern ist es schwierig“, räumte Schröder ein. Er betonte aber, dass der Weg nur über Geschlossenheit und kleine Schritte führe.

Die aktuelle Formkurve zeigt in den letzten fünf Pflichtspielen einen Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen. Der einzige Lichtblick war ein 3:0-Erfolg beim Regionalligisten Sportfreunde Siegen im DFB-Pokal. In der Liga folgte auf ein 1:1 beim FC St. Pauli die jüngste Niederlagenserie.

Nun wartet am Freitagabend in Stuttgart die nächste schwere Aufgabe. Der VfB liegt aktuell auf dem 13. Rang. Beim letzten Aufeinandertreffen im Januar unterlag Gladbach daheim mit 0:3. Die Mannschaft ist in der Tabelle bereits 14 Punkte vom Spitzenreiter Bayern München entfernt. Blessin zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass die Spieler im Training gewillt seien, die geforderten Automatismen umzusetzen. Das nächste Spiel steht am 23. Oktober in der Mercedes-Benz Arena an.

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Alexander Prass war der Matchwinner für Hoffenheim im 2:1-Sieg bei Gladbach am 18. Oktober. Der ÖFB-Teamverteidiger erzielte nicht nur den Siegtreffer in der 54. Minute, sondern bereitete auch das frühe Führungstor von Bambasé Conté vor, wie der Verein bestätigte. Gladbach bleibt mit null Punkten aus sechs Spielen Tabellenletzter. Die nächste schwere Aufgabe wartet am 23. Oktober beim VfB Stuttgart.

Die Krise bei Borussia Mönchengladbach vertieft sich. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Hoffenheim verließen die Spieler wortlos und einzeln die Kabine, wie der Verein bestätigte. Sportdirektor Rouven Schröder und Trainer Alexander Blessin sehen eine wehrlose und führungslose Mentalität als Kernproblem. Blessin sagte im Spielerkreis: „Die Schwachen bleiben liegen, die Starken werden aufstehen.“ Die Verantwortlichen führen nun Einzelgespräche, um Selbstvertrauen und Teamgeist neu zu entfachen. Gladbach ist mit null Punkten aus sechs Spielen Tabellenletzter.

Update, 21. Oktober 2026 Trainer Alexander Blessin kritisierte die Mannschaft nach der 1:2-Heimniederlage gegen Hoffenheim scharf. „Wir haben teilweise Angsthasen-Fußball gespielt“, sagte der Gladbach-Coach. Die Borussia steht mit null Punkten aus sechs Spielen auf dem letzten Platz. Nun droht dem Klub ein historisches Horrorszenario, wie der Verein bestätigte: Eine Niederlage am Freitag beim VfB Stuttgart würde den ersten komplett punktlosen Start nach sieben Spieltagen in der Bundesliga-Geschichte bedeuten.