Borussia Mönchengladbach hat sich als erster Bundesliga-Club in dieser Spielzeit von seinem Cheftrainer getrennt und Eugen Polanski mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Schritt folgt auf einen katastrophalen Saisonauftakt mit vier Niederlagen in Folge und dem letzten Platz in der Tabelle.
Sportvorstand Rouven Schröder bestätigte die Entscheidung am Dienstag. „Trotz einer guten Vorbereitung und einiger ermutigender Anzeichen hat die Mannschaft in der Bundesliga nicht die Ergebnisse erzielt, die wir uns erhofft hatten“, sagte Schröder. „Unsere jüngsten Leistungen haben uns schließlich zu dem Schluss gebracht, dass ein Wechsel nötig ist.“ Schröder dankte Polanski und seinem Assistenten Tobias Trulsen für ihre Arbeit und bezeichnete Polanski als „einen Fohlen durch und durch“.
Polanski reagiert enttäuscht
Der entlassene Trainer reagierte enttäuscht auf das Ende seiner Amtszeit. „Borussia Mönchengladbach war und bleibt immer mein Verein. Deshalb tut es so weh, dass es so endet“, sagte Polanski. Er verwies auf die Veränderungen im Kader nach dem Klassenerhalt der Vorsaison und die großen Pläne, die nicht aufgegangen seien. „Es tut mir leid. Ich hoffe wirklich, dass Borussia die Wende schnell schafft.“
Die sportliche Bilanz spricht eine deutliche Sprache. Gladbach steht nach vier Spieltagen mit 0 Punkten auf dem 18. Tabellenplatz und hat bereits 16 Gegentore kassiert. Die jüngste Pleite war eine 3:4-Heimniederlage gegen Mainz 05 am vergangenen Wochenende, die die Negativserie fortsetzte. Die komplette Übersicht über die bisherigen Ergebnisse und die aktuelle Tabelle findet sich auf unseren Seiten Standings und fixtures.
Lichte übernimmt interimistisch
Als Interimstrainer bis zur Neubesetzung wird Jan-Moritz Lichte die Mannschaft übernehmen, unterstützt von Co-Trainer Markus Gellhaus. Die erste Aufgabe für das neue Trainerteam ist das Rhein-Derby beim 1. FC Köln am 11. Oktober. Die Kölner liegen derzeit auf Rang 13. Vor diesem wichtigen Spiel muss die Mannschaft die dringend benötigte Stabilität finden, um aus der Abstiegszone herauszukommen. Die Verletztenliste ist mit Enzo Leopold überschaubar, die Mannschaft steht somit im Prinzip voll zur Verfügung. Die nächsten Trainingseinheiten unter Lichte werden zeigen, ob ein schneller Impuls möglich ist.
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