André Schubert, der frühere Trainer von Borussia Mönchengladbach, hat sich zu der anhaltenden Krise des Bundesligisten geäußert. Der 55-Jährige zeigt Verständnis für die aktuelle Lage, sieht in Neuling Alexander Blessin aber den passenden Mann für den Wiederaufbau.

Gladbach steht nach fünf Spieltagen mit null Punkten und einem Torverhältnis von 7:18 auf dem letzten Tabellenplatz. Die jüngste Niederlage war das 1:2 im Rheinderby gegen den 1. FC Köln, bei dem der ehemalige Borussia-Talent Said El Mala den Siegtreffer erzielte. Blessins erstes offizielles Spiel an der Seitenlinie war genau diese Partie.

Schubert vergleicht die Situation

Schubert, der im September 2015 Lucien Favre nachfolgte, als der Klub zuvor in der Champions League gespielt hatte, sieht Unterschiede zu damals. „Das ist natürlich nicht ganz vergleichbar, weil wir damals andere Voraussetzungen hatten“, sagte er. Das Team von 2015 habe über mehr Erfahrung und eine höhere Gesamtqualität verfügt. Heute müsse nach einem kleinen Kaderumbau im Sommer eine neue Identität gefunden werden.

Trotzdem ist er von Blessins Ansatz überzeugt. „Er steht für einen aktiven Fußball, lässt seine Mannschaften offensiv spielen und setzt auf viel Druck nach vorne“, so Schubert. Diese Philosophie passe zu Gladbach. Der Trainer brauche jedoch Zeit, um sie umzusetzen.

Potenzial im Kader

Der Ex-Coach sieht in Spielern wie Hugo Bolin und Wael Mohya vielversprechendes Potenzial. Er nennt Tim Kleindienst als mögliche Führungspersönlichkeit und erinnert daran, dass Spieler wie Nico Elvedi und Mo Dahoud sich unter seiner Ägide weiterentwickelten. Die aktuelle Mannschaft müsse nun zusammenwachsen.

Ein entscheidender Faktor ist für Schubert die Rückkehr der Fans. Die Reaktion nach der Derby-Niederlage sei verständlich gewesen. Die leidenschaftlichen Anhänger im Borussia-Park würden dem Team aber folgen, wenn sie von Leidenschaft und Spielweise überzeugt seien. Dies zurückzugewinnen, sei ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag, wenn Gladbach den Tabellen-17. 1899 Hoffenheim empfängt. Ein Blick auf die Tabelle zeigt die Dringlichkeit des Spiels. Die Mannschaft will die Negativserie von fünf Niederlagen in Folge beenden und den ersten Saisonpunkt holen. Die Partie beginnt um 15:30 Uhr.

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