Borussia Mönchengladbachs Aufwärtstrend ist mit einer 1:3-Niederlage beim Hamburger SV gestoppt. Zwei Distanzschüsse und eine Gelb-Rote Karte für Ko Itakura brachten den Gästen im Volksparkstadion die neunte Saisonniederlage ein. Die Mannschaft steht mit nur einem Sieg, einem Unentschieden und sieben Niederlagen aus neun Spielen weiterhin auf dem 18. und letzten Tabellenplatz.

Die Gladbacher, die in der Tabelle mit vier Punkten weiter auf dem letzten Platz stehen, gingen früh in Führung. In der 11. Minute schoss Miro Muheim nach Vorarbeit von Albert Sambi Lokonga aus etwa 30 Metern unhaltbar ein. Die Borussia fand trotzdem ins Spiel und glich in der 44. Minute aus. Joe Scally flankte auf Robin Hack, der zum 1:1 einköpfte.

Itakura-Rot als Wendepunkt

Gleich nach der Pause drehte sich das Spiel. Ko Itakura sah in der 49. Minute nach einem Foul an Patson Daka die zweite Gelbe und musste vom Platz. Mit einem Mann weniger war die Borussia chancenlos. In der 59. Minute traf der 19-jährige HSV-Debütant Shafiq Nandja nach Zuspiel von Albert Grönbaek zum 2:1. Grönbaek selbst setzte den Schlusspunkt mit einem 27,5-Meter-Hammer in der 70. Minute.

Trainer Alexander Blessin zeigte sich nach dem Spiel verbittert. „Als neutraler Fan hätte ich die zwei Sonntagsschüsse der Hamburger natürlich super gefunden“, sagte er.

Die Niederlage wiegt schwer, da die Mannschaft zuvor mit vier Punkten aus zwei Spielen etwas Hoffnung geschöpft hatte. In der Gesamtbilanz haben sie nun zwölf eigene Tore erzielt, aber 25 kassiert, was eine negative Tordifferenz von 13 bedeutet. Nun folgt die Länderspielpause, in der sich die Borussia auf das schwere Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund am Samstag 21. November vorbereitet. Das Spiel im BORUSSIA-PARK ist für 15:30 Uhr angesetzt. Gladbach hat in dieser Saison bereits 25 Gegentore kassiert und muss dringend an der Defensivstabilität arbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die letzten fünf Spiele brachten zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Mit 14 Punkten Rückstand auf die Spitze ist die Lage im Tabellenkeller bereits sehr ernst.

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