Borussia Mönchengladbach steht vor einer schweren historischen Aufgabe beim Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV am Freitagabend. Die Gladbacher Bilanz im Volksparkstadion ist mit nur einem Sieg aus den letzten neun Bundesliga-Duellen und einer langen Serie torloser Spiele ausgesprochen negativ.
Das 103. Ligaduell der beiden Traditionsvereine findet bei etwa vier Grad und vor ausverkauften Rängen mit 57.000 Plätzen statt. Rund 6000 Borussen-Fans werden ihre Mannschaft im Norden unterstützen. Anpfiff ist um 20.30 Uhr, die Partie wird bei Sky im „Flutlicht-Freitag“ ab 19.30 Uhr übertragen. Schiedsrichter Sven Jablonski leitet das Spiel.
Historische Last
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Von den 103 bisherigen Bundesliga-Begegnungen gewann Gladbach 34, der HSV 40. Besonders auffällig ist die Torarmut der Borussen: In 29 Spielen gegen die Hanseaten blieben sie ohne eigenen Treffer. Der letzte Sieg datiert aus dem März 2017, als Mönchengladbach mit 3:1 triumphierte. Seither gab es in der Liga keine weiteren drei Punkte gegen Hamburg.
Trainer Alexander Blessin bleibt gelassen. „Trainer Alexander Blessin blieb letzte Bundesliga-Saison mit St. Pauli im Stadtderby ungeschlagen“, sagte der Coach und verweist auf seine eigene positive Erfahrung in Hamburg. Allerdings muss er auf Kapitän Tim Kleindienst verzichten, der verletzungsbedingt fehlt und in zehn Bundesligaspielen gegen den HSV nur ein einziges Tor erzielte.
Aktuelle Ausgangslage
Die Aufgabe kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Gladbach steht nach acht Spieltagen mit nur vier Punkten auf dem 18. Tabellenplatz in der Bundesliga und hat bereits 22 Gegentore kassiert. Das letzte Spiel endete torlos gegen den SC Paderborn. Die jüngste Formkurve mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen in den letzten fünf Partien zeigt jedoch leichte Besserung. Das direkte Duell um den Klassenerhalt gegen den aktuell 15. platzierten HSV ist von großer Bedeutung. Das letzte Aufeinandertreffen im Januar endete ebenfalls 0:0.
Für die Live-Kommentare bei Sky ist ein bekanntes Duo verantwortlich. „Hansi Küpper wird das Duell gemeinsam mit seinem Sohn Cornelius Küpper kommentieren“, so der Sender. Nach dem Spiel in Hamburg wartet bereits das nächste wichtige Spiel im Kalender.
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