Borussia Mönchengladbachs Kapitän Tim Kleindienst hat nach der peinlichen 3:4-Heimpleite gegen den Aufsteiger SV Elversberg scharfe Kritik an der Konzentration seiner Mitspieler geübt. Die Fohlen hatten am Samstag im Borussia-Park eine 3:1-Führung verspielt und damit den zweiten Saisonsieg in Folge verpasst.
Was sagte Kleindienst nach dem Spiel?
Im Interview mit dem ZDF nach dem Spiel ließ der Angreifer kein gutes Haar an der Leistung der Mannschaft in der entscheidenden Phase. "Wir müssen unser Konzentrationslevel so schnell wie möglich erhöhen, damit es 90 Minuten hält.", sagte Kleindienst laut dem Bericht von Yahoo Sports. Seine Botschaft an die Mannschaftskollegen war unmissverständlich: Sie müssten etwas tun, um 90 Minuten lang einen klaren Kopf zu behalten, den Ball nicht mehr sinnlos wegzugeben, Fehlpässe zu vermeiden und Fouls zu unterlassen.
Wie steht Gladbach in der Bundesliga?
Die Niederlage gegen Elversberg folgte auf eine 0:3-Auftaktpleite bei RB Leipzig. Damit hat Borussia Mönchengladbach nach zwei Spieltagen der Bundesliga-Saison 2026/27 noch keinen Punkt geholt und steht mit einem Torverhältnis von 3:7 auf einem Abstiegsplatz. Der Blick auf die aktuelle Tabelle zeigt die dringende Notwendigkeit einer schnellen Trendwende. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg. Alle anstehenden Termine sind auf unserer Spielplan-Seite einsehbar.
Welche Spieler fehlen aktuell?
Die personelle Situation bei Gladbach ist angespannt. Neben der offensichtlichen Formkrise fehlen dem Team auch mehrere Stammspieler verletzungsbedingt. Laut den aktuellen Verletzungen sind unter anderem der erfahrene Mittelfeldspieler Julian Weigl und der junge Flügelstürmer Robin Hack nicht einsatzbereit. Diese Ausfälle erschweren die Rotationsmöglichkeiten für Trainer Gerardo Seoane zusätzlich und belasten den Kader, der in der Breite ohnehin nicht übermäßig tief ist. Eine Übersicht über das gesamte Aufgebot findet sich im Kader.
Was bedeutet die Kritik des Kapitäns?
Kleindiensts öffentliche Worte sind ein ungewöhnlich deutliches Signal der Frustration innerhalb der Mannschaft. Als Kapitän trägt er eine besondere Verantwortung und sucht nun offenbar nach Wegen, die Gruppe aus der negativen Spirale zu reißen. Ob seine direkte Ansprache die gewünschte Wirkung erzielt, wird sich im Training und im nächsten Spiel zeigen müssen. Die Mannschaft muss nun beweisen, dass sie aus den Fehlern lernt und als Einheit reagiert. Die nächste Prüfung wartet am 19. September in Freiburg.
