Borussia Mönchengladbach führt nach sieben Spieltagen die Negativ-Statistiken der Bundesliga für Fouls und Gelbe Karten an. Trainer Alexander Blessin sieht diese Zahlen als problematisch für den angestrebten Spielstil seines Teams, das trotz des ersten Saisonsiegs gegen Stuttgart auf dem letzten Tabellenplatz steht. Die Mannschaft belegt mit nur einem Sieg, sechs Niederlagen und drei Punkten den 18. Rang und hat damit bereits 14 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.
Mit 101 Fouls und 21 Gelben Karten liegt Gladbach in beiden Kategorien deutlich vorne. Seit dem Auftaktspiel gegen RB Leipzig, in dem kein Spieler verwarnt wurde, gab es in jedem Spiel mindestens drei Verwarnungen für die Borussen. „Die damit verbundenen Spielunterbrechungen möchte der Gladbach-Trainer eigentlich nicht sehen“, sagte Alexander Blessin. Er erklärte weiter: „Wenn wir über Pressing spielen, bricht durch Fouls immer das Pressing ab.
Ein unbequemer Eindruck täuscht
Die vielen Fouls könnten den Eindruck erwecken, Gladbach sei ein schwer zu bespielendes Team. Die Statistik der gewonnenen Zweikämpfe spricht jedoch eine andere Sprache. Mit nur 617 gewonnenen Duellen belegt der Klub auch hier den letzten Platz. Das deutet darauf hin, dass die Borussen oft zu spät in die Zweikämpfe gehen und so die Fouls provozieren. Diese defensive Notwendigkeit steht im Kontrast zum erklärten Saisonziel, offensiveren Fußball zu spielen. Doch aus der Tabellensituation heraus, Gladbach ist mit nur drei Punkten aus sieben Spielen 18., ergibt sich ein anderer Fokus. Die Bilanz von elf eigenen und 22 kassierten Toren unterstreicht die defensive Problematik.
Positiver Trend trotz Statistik
Trotz der negativen Zahlen hat sich die Stimmung nach dem 3:2-Befreiungsschlag in Stuttgart und dem wichtigen 2:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den KSC deutlich aufgehellt. Die Mannschaft gewann ihre letzten beiden Pflichtspiele und zeigt damit Lebenszeichen. Die aktuelle Form der letzten fünf Spiele liest sich mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen als WWLLD. Dieser Lauf umfasst die Siege gegen den VfB Stuttgart und den Karlsruher SC sowie die Niederlagen gegen Hoffenheim und Köln und ein Unentschieden gegen St. Pauli. Nächster Prüfstein ist das Heimspiel gegen den 13. SC Paderborn 07 an diesem Samstag, 31. Oktober. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie wichtig weitere Punkte im Abstiegskampf sind. Die nächsten Termine im Spielplan werden entscheidend sein, um den positiven Trend zu verstetigen und gleichzeitig die Disziplin auf dem Platz zu verbessern. Dabei kann man auf den aktuell besten Torschützen der Mannschaft, Joe Scally mit drei Saisontreffern, setzen.
