Max Eberl versuchte 2015, Jürgen Klopp als neuen Trainer für Borussia Mönchengladbach zu gewinnen. Das gab der heutige Bayern-München-Sportdirektor jetzt bekannt, während Klopp als Bundestrainer startet.
Die FAZ Sport berichtete über Eberls Offenlegung dieser fast zehn Jahre zurückliegenden Episode. Damals war Eberl der Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach. Er kontaktierte Klopp in der kurzen Phase, nachdem dieser seinen Abschied von Borussia Dortmund im April 2015 erklärt hatte und bevor er im Oktober desselben Jahres bei Liverpool FC anheuerte. "Als er in Dortmund raus war und kurz vor Liverpool stand – in der Phase habe ich mich zumindest auch mal getraut anzurufen", sagte Eberl.
Warum kam der Deal nicht zustande?
Eine Verpflichtung Klopps für die Borussia kam letztlich nicht zustande. Eberl erklärte, dass Klopp eine gute Entscheidung getroffen habe, indem er den Weg nach England wählte. Der damalige Gladbach-Trainer Lucien Favre hatte sein Amt überraschend am 20. September 2015 niedergelegt. Die Mannschaft spielte zu diesem Zeitpunkt in der Champions League. Anstelle von Jürgen Klopp übernahm dann André Schubert das Traineramt bei den Fohlen. Eberl betonte, dass sein Verhältnis zum neuen Bundestrainer weiterhin sehr gut sei. "Ich freue mich immer, ihn zu sehen. Ich höre ihm gerne zu. Er ist ein Fachmann", so der Sportdirektor.
Wie steht Gladbach aktuell da?
Während diese Geschichte aus der Vergangenheit stammt, blickt Borussia Mönchengladbach auf eine durchwachsene Saison 2025 zurück. Der Klub beendete die Bundesliga auf dem 12. Platz mit 38 Punkten. Die Bilanz aus 34 Spielen lautete neun Siege, elf Unentschieden und 14 Niederlagen. In der Tabelle lag man damit 51 Punkte hinter dem Meister Bayern München. Die Mannschaft erzielte 42 Tore und kassierte 53, was eine negative Tordifferenz von minus elf bedeutet. Die aktuelle Personalsituation ist auf unserer Verletztenliste einsehbar, wo Jens Castrop, Zento Uno und Yukhym Konoplya als aktuell nicht einsatzfähig geführt werden.
Welche anderen Transfers gab es?
Neben dieser historischen Enthüllung gab es am vergangenen Samstagabend einen aktuellen Wechsel, der einen ehemaligen Bundesliga-Torhüter betrifft. Eintracht Frankfurt gab den Transfer von Michael Zetterer zu Leeds United bekannt. Der 31 Jahre alte Torwart wechselt für eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro in die Premier League. Zetterer war zur Saison 2025/26 von Werder Bremen zu Frankfurt gewechselt und bestritt dort 28 Pflichtspiele, in denen er siebenmal zu null spielte. Insgesamt brachte er es auf 85 Bundesligaeinsätze für Bremen und Frankfurt. Nach der Verpflichtung von Noah Atubolu war er bei der Eintracht hinter Kaua Santos nur noch dritter Torhüter geworden. Bei Leeds trifft er auf Trainer Daniel Farke, seinen Ex-Mannschaftskameraden Ilia Gruev und Nationalspieler Anton Stach. Der Klub hatte sich in der Vorsaison auf dem 14. Platz der Premier League klassiert.
Wer wechselte noch kurz vor Schluss?
Kurz vor Ende der Transferperiode sicherte sich auch der Zweitligist SV Darmstadt 98 die Dienste von William Mikelbrencis. Der 22 Jahre alte französische Außenverteidiger war seit dem Sommer vereinslos. Zuvor hatte er vier Spielzeiten beim Hamburger SV verbracht und dabei 68 Spiele absolviert, davon 26 in der Bundesliga. Sportdirektor Paul Fernie begründete die Verpflichtung damit, dass Mikelbrencis seine Qualitäten in Hamburg unter Beweis gestellt und in der vergangenen Bundesligasaison viel Spielzeit gesammelt habe. Der in der Jugend des FC Metz ausgebildete Spieler, der mit 18 Jahren bereits neun Ligaspiele in der Ligue 1 für Metz gemacht hatte, bringt auch Erfahrung aus 21 Einsätzen für diverse französische Jugendnationalmannschaften mit.
Die nächste sportliche Aufgabe für Borussia Mönchengladbach steht am 5. Dezember 2026 an. Dann geht es im Bundesliga-Spieltag auswärts gegen den Tabellensechsten Bayer Leverkusen. Alle anstehenden Termine finden sich im Spielplan. Die Mannschaft muss diese Auswärtspartie ohne einige verletzte Stammkräfte bestreiten, was die Aufgabe nicht einfacher macht.
