Borussia Mönchengladbach hat nach einer enttäuschenden Bundesliga-Niederlage das DFB-Pokal-Los gezogen und trifft in der zweiten Runde erneut auf den Karlsruher SC. Das berichtet Bild. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski verlor am Samstag im Borussia-Park trotz einer 3:1-Führung mit 3:4 gegen den Bundesliga-Neuling SV Elversberg. Damit startet Gladbach mit null Punkten aus zwei Spielen in die Saison und steht aktuell auf dem 17. Platz der Bundesliga-Tabelle.

Wie sieht die Pokalauslosung für Gladbach aus?

Die Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde fand am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Bastian Schweinsteiger zog die Lose und bestimmte, dass Borussia Mönchengladbach auf den Zweitligisten Karlsruher SC trifft. Das Spiel wird entweder am 27. Oder 28. Oktober ausgetragen. Für Gladbachs David Herold bedeutet das ein Wiedersehen mit seinem früheren Verein. In der vergangenen Saison gab es das gleiche Duell bereits in der zweiten Runde, damals gewann Gladbach mit 3:1. Insgesamt gab es bereits vier Pokalbegegnungen zwischen den Klubs, wobei Gladbach dreimal siegte. 1960 standen sich beide Teams sogar im Finale gegenüber, das Borussia mit 3:2 für sich entschied.

Was geschah im Bundesliga-Spiel gegen Elversberg?

Laut Berichten von Tagesschau und Süddeutsche Sport lieferten sich Gladbach und Elversberg ein spektakuläres Spiel mit sieben Toren. Der Gastgeber ging durch Hugo Bolin in der 11. Minute in Führung. David Mokwa glich für Elversberg aus, bevor Bolin kurz vor der Pause erneut traf. Nach der Pause erhöhte Joe Scally auf 3:1 für Gladbach. Doch der Aufsteiger, der in der Vorwoche sensationell Bayer Leverkusen besiegt hatte, gab nicht auf. Maurice Krattenmacher erzielte in der 66. Minute den Anschlusstreffer. Felix Keidel traf in der 80. Minute per Freistoß zum Ausgleich. In der Nachspielzeit sorgte Krattenmacher mit seinem zweiten Treffer für den 4:3-Sieg der Gäste. Gladbachs Trainer Eugen Polanski zeigte sich nach dem Spiel verärgert. "Es gibt viele positive Dinge, über die man sprechen könnte, aber das möchte ich nicht", sagte Polanski gegenüber Tagesschau.

Warum sorgte Elversbergs Trainer für Aufregung?

Ein umstrittener Einwurf führte zu einer hitzigen Szene noch vor der Halbzeitpause. Laut Bild Sport hätte der Einwurf, der zu Gladbachs zweitem Führungstreffer durch Bolin führte, eigentlich Elversberg zugestanden haben müssen. Der Trainer der Gäste, Vincent Wagner, protestierte daraufhin so vehement bei Schiedsrichter Martin Petersen, dass er zunächst eine gelbe und nach weiterer Diskussion nach dem Halbzeitpfiff die gelb-rote Karte sah. Die zweite Halbzeit musste Wagner aus dem Oberrang des Stadions verfolgen. Von dort aus sah er den spektakulären Comeback-Sieg seiner Mannschaft. "Ich habe von oben mega mitgefiebert und genossen, wie unsere Jungs Fußball gespielt haben", sagte Wagner später gegenüber Sky.

Welche Rolle spielte Gladbachs Youngster Mathieu Nguefack?

Der 18-jährige Mathieu Nguefack feierte sein Startelf-Debüt in der Bundesliga und erlebte ein Spiel mit Licht und Schatten. Gleich in der 12. Minute bereitete er nach einem abgewehrten Ball von Elversbergs Keeper Nicolas Kristof mit einem Volleyschuss das 1:0 von Hugo Bolin vor. Nur eine Minute später verlor er jedoch den Ball zentral vor dem eigenen Strafraum an Francis Onyeka, der nur knapp am Pfosten scheiterte. Dieser Ballverlust führte kurz darauf zum Ausgleichstreffer der Gäste. Nguefack musste in einer bereits angeschlagenen Defensive spielen, da mit Daiki Hashioka, Enzo Leopold, Jens Castrop und Yukhym Konoplya vier defensive Spieler verletzt sind, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt.

Wie geht es für Gladbach nach dieser Niederlage weiter?

Die Stimmung im Borussia-Park war nach dem Abpfiff angespannt, die Mannschaft verließ das Feld unter Pfiffen. Mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:3 steht der Klub auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat bereits drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München. Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Auswärtsspiel. Am 12. September trifft Borussia Mönchengladbach auf den SC Freiburg, der nach einem Spiel auf dem zweiten Tabellenrang steht. Die komplette Terminplanung der Borussen ist auf der Spielplan-Seite einsehbar.