Inhalt: Die Rückkehr von Ko Itakura zu Borussia Mönchengladbach wirft ein konkretes Abwehrproblem für den Bundesligisten auf. Laut einem Bericht von 90min vom Mittwoch steht der japanische Nationalspieler vor einer Rückkehr, doch der anstehende AFC Asian Cup könnte die geplante Stammformation mit Kevin Diks gefährden.
Wie sieht die aktuelle Abwehrsituation aus?
Die Personaldecke in der Innenverteidigung ist für Trainer Eugen Polanski derzeit knapp. Nico Elvedi steht laut Berichten vor einem Wechsel zu Leeds United. Der 19-jährige Jan Leszczynski hat zwar einen guten Eindruck hinterlassen, wird aber für eine dauerhafte Stammrolle noch als zu jung eingeschätzt. Damit wären Itakura und der im Sommer verpflichtete Kevin Diks die erfahrenste Paarung. Die aktuelle Squad-Übersicht zeigt, dass Gladbach neben Leszczynski nur noch einen weiteren Innenverteidiger unter 23 Jahren im Kader hat. Die Mannschaft liegt nach sieben Spieltagen auf Platz 9 der Tabelle, hat aber bereits 11 Gegentore kassiert.
Welche Spiele könnten Itakura und Diks verpassen?
Der AFC Asian Cup findet von Anfang Januar bis Anfang Februar 2027 statt. Sowohl Japan mit Itakura als auch Indonesien mit Diks sind qualifiziert. Sollten beide Mannschaften die Gruppenphase überstehen, was für Japan als Titelkandidat wahrscheinlich ist, könnten die Verteidiger bis zu sechs Bundesligaspiele fehlen. Das Minimum wären vier Partien, beginnend mit dem Spiel gegen den FC Bayern am 15. Spieltag. Die Vorrundenspiele enden erst am 20. Januar, was einen direkten Einsatz am darauffolgenden Wochenende fast unmöglich macht. Ein Blick auf die Spielpläne zeigt eine anspruchsvolle Phase mit Duellen gegen Bayern, Hoffenheim und Freiburg genau in diesem Zeitraum.
Gibt es eine Lösung für das Problem?
Laut einem Update der Rheinischen Post vom Donnerstagabend hat Itakura der Vereinsführung bereits signalisiert, auf eine Teilnahme am Asian Cup verzichten und beim Klub bleiben zu wollen. Sollte sich dieser Schritt bestätigen, stünde der 28-Jährige in der kritischen Phase zur Verfügung. Diese Entscheidung wäre für den Spieler bedeutend, da der Asian Cup ein prestigeträchtiges Turnier ist. Für Gladbach wäre es eine enorme Erleichterung, da man so auf das frisch zusammengespielte Duo setzen könnte. Die Verletztenliste (injuries) ist derzeit glücklicherweise kurz, was zusätzliche Optionen im defensiven Mittelfeld erlaubt.
Was bedeutet das für die Planung von Eugen Polanski?
Trainer Polanski muss seine taktischen Optionen für den Januar frühzeitig durchspielen. Falls Itakura und Diks tatsächlich fehlen, rückt Jan Leszczynski in den Fokus. Eine Alternative wäre die Umstellung auf ein Dreiergespann in der Abwehr, wofür die vorhandenen Außenverteidiger geeignet sind. Die kommenden Wochen bis zur Winterpause werden entscheidend sein, um Ersatzlösungen einzuüben. Die Vereinsführung hat mit der Verpflichtung von Diks und der geplanten Rückholaktion für Itakura bereits reagiert, um die Abwehr langfristig zu stabilisieren. Die Bilanz der letzten Saison, die mit dem 10. Platz endete, unterstrich den Handlungsbedarf in der Defensive.
Die nächsten Schritte sind nun klar. Gladbach wird die offizielle Bestätigung der Itakura-Transferdetails abwarten und parallel die Gespräche mit den Spielern über die Nationalmannschaftseinsätze im Januar intensivieren. Die Planungssicherheit vor der schwierigen Rückrunde ist das wichtigste Ziel.
