Borussia Mönchengladbach setzt auf Trainer-Loyalität – auch für Polanski
Borussia Mönchengladbach hat sich in den letzten Jahren als einer der loyalsten Klubs in der Bundesliga erwiesen, wenn es um Trainer geht. Eugen Polanski, der seit dem Start der Saison 2025/26 im Amt ist, darf sich trotz des enttäuschenden 14. Platzes in der abgelaufenen Saison (30 Punkte, 7 Siege, 9 Unentschieden, 13 Niederlagen) sicher fühlen. Die Fohlen zeigen sich traditionell geduldig und geben ihren Trainern Zeit, ihre Arbeit zu tun.
Warum ist Gladbach so loyal gegenüber seinen Trainern?
Die Historie des Vereins spricht für sich. Lucien Favre blieb über vier Jahre im Amt, André Schubert über 400 Tage, Dieter Hecking 2,5 Jahre und Marco Rose zwei Jahre. Selbst bei Krisen wie unter Adi Hütter oder Daniel Farke zeigte Gladbach Geduld. Gerardo Seoane wurde erst zu Beginn seiner dritten Saison entlassen. Diese Kontinuität ist in der Bundesliga selten.
Was bedeutet das für Polanski?
Polanski, der zunächst als Interimstrainer eingesetzt wurde, erhielt die Chance, die Saison als Chefcoach zu beenden. Nun soll er die Mannschaft in der neuen Saison voranbringen. Die Erwartung ist klar: Eine Leistungssteigerung ist nötig, der Abstiegskampf darf kein Thema sein. Doch selbst bei Rückschlägen ist es untypisch für Gladbach, sofort zu handeln.
Wie sieht die aktuelle Situation aus?
Nach dem 14. Platz in der letzten Saison (30 Punkte, 35 Tore, 49 Gegentore) steht Gladbach vor einer Herausforderung. Mit 46 Punkten Rückstand auf Bayern München ist der Titelkampf kein Thema. Das nächste Spiel findet am 13. Februar 2027 gegen FSV Mainz 05 (9. in der Tabelle) statt. Polanski hat Zeit, seine Arbeit zu tun – und die Vereinsführung wird ihm diese Zeit geben.
